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Umstellung der Produktpalette auf klimaschonende Produkte

Die Optimierung der betrieblichen Beleuchtung bzw. des Lichtkonzeptes kann den Stromverbrauch reduzieren und neben den positiv, ökologischen auch finanzielle Auswirkungen haben….

Beschreibung

Umstellung der Produktpalette auf klimaschonende Produkte

Einfluss auf Emissionskategorien
3.1 Eingekaufte Güter und Dienstleistungen
3.5 Abfall
3.10 Verarbeitung der verkauften Güter
3.11 Nutzung der verkauften Güter
3.12 Umgang mit verkauften Gütern an Lebenszyklusende

Informationen zur Maßnahme

Dies ist eine umfassende Maßnahme mit dem Ziel, CO2e-Emissionen von Produkten mittels Anpassung des klassischen hin zu einem ökologischen Design über den gesamten Lebenszyklus zu reduzieren. Dazu zählen u. a. eine Umstellung des eingesetzten Materials sowie Anpassungen während der Lebenszyklusphase (Energieeffizienz, Reparaturfähigkeit) und zum Lebenszyklusende (Entsorgung, Recycling). Das Öko-Design orientiert sich dabei an den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft.

Reduktionspotenzial

Beispiele, für jedes Produkt individuell bestimmbar

Material: High-Density-Polyethylen (HDPE) 1,92 kg CO2e vs. recyceltes HDPE 0,24 kg CO2e (-88 %)1

Nutzungsphase: Dell Latitude 7330 PCF 277 kg CO2e gerechnet auf 4 Jahre → Einsparung bei Neukauf mit längerfristiger Nutzung durch bspw. Reparaturfähigkeit (Akkuaustausch, etc.)2

Lebenszyklusende: Wiederverwendung der Materialen/Komponenten oder Einsatz biologisch abbaubarer Produkte verhindert Neuproduktion/Verbrennung

Reduktion durch:

  • langlebige, reparierbare, modulare, nachrüstbare und recyclingfähige,
  • energieeffiziente (z. B. bewegte Teile in Leichtbauweise, effektive Waschmittel bei niedrigen Temperaturen),
  • mit erneuerbarer Energie nutzbare (z. B. solare Beleuchtung),
  • die Kriterien von seriösen Energie- und Öko-Labeln erfüllende (z. B. Blauer Engel),
  • auf Sharing/Leasing basierende Produkte

Praktische Schritte zur Umsetzung

  1. Lebenszyklusanalyse zur Erstellung eines Product Carbon Footprints
  2. Verantwortlichkeiten festlegen, Start eines Pilotprojektes zur:
  3. Reduktion des Energie- und Rohstoffbedarfs im Herstellungsprozess
  4. Optimierung der Materialauswahl (z. B. Nutzung von Sekundärrohstoffen)
  5. Auswahl von Vorprodukten und Rohstoffen anhand von Nachhaltigkeitskriterien -> Lieferantenauswahl
  6. Vermeidung von Überproduktion, Ausschuss und Abfall
  7. Vermeidung von Verpackung, effizienter Transport (z. B. durch gute Stapelbarkeit)
  8. Evaluation und ggf. Serieneinführung

Aufwand & Kosten

  • Organisatorischer Aufwand bei Umstellung des Geschäftsmodells auf Kreislaufwirtschaft (sehr unternehmensindividuell)
  • Investitionen in Produktentwicklung
  • Mitarbeiter*innenschulungen zu Ökologischem Design

Hürden bei der Umsetzung

  • Zielkonflikt Ökologisches Design vs. Technische Machbarkeit
  • Hoher Preis / fehlende Verfügbarkeit von Alternativmaterialien
  • Begrenzte Möglichkeiten zur Grundlagenforschung bei KMU (finanziell, zeitlich, personell)
  • Marktbarrieren durch „unökologische“ Konkurrenz, fehlende Kundenakzeptanz
Tipp
Der Weg zum Ökologischen Design ist ein Prozess, Zwischenlösungen finden
Aufnahme in Unternehmensstrategie, Mitnahme aller Mitarbeitenden
Einbindung externer Stakeholder (Verbände, Institute, Universitäten, Lieferanten, etc.)
Verbraucher:innenbildung zur Bedeutung nachhaltiger Produkte