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Richtlinie für nachhaltige Essensangebote

Die Optimierung der betrieblichen Beleuchtung bzw. des Lichtkonzeptes kann den Stromverbrauch reduzieren und neben den positiv, ökologischen auch finanzielle Auswirkungen haben….

Beschreibung

Richtlinie für nachhaltige Essensangebote

Einfluss auf Emissionskategorien
3.1 Eingekaufte Güter und Dienstleistungen

Informationen zur Maßnahme

Die Einführung von Richtlinien für nachhaltige Essensangebote (vor allem der Umstieg auf vegetarische/vegane Produkte) in der firmeneigenen Kantine oder für die Beauftragung von Cateringangeboten reduziert Treibhausgasemissionen und kann darüber hinaus einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeitenden haben. Zusätzlich kann die Verwendung regionaler und saisonaler Lebensmittel die Emissionen durch kürzere Transportwege und weniger Verpackung reduzieren, sodass ebenso die Entsorgung und das Recycling minimiert werden kann.

Reduktionspotenzial

  • Emissionen der verschiedenen Ernährungsweisen 1
    • Fleischkonsum: 1.950 kg CO2e pro Jahr
    • Flexitarier: 1.480 kg CO2e pro Jahr (-470/ 24 %)
    • Vegetarische Ernährung: 1.160 kg CO2e pro Jahr (-790/ 41 %)
    • Vegane Ernährung: 940 kg CO2e pro Jahr (-1.010/ 52 %)

* Berechnet mit Werten aus dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes für eine durchschnittliche Person, die sich vorwiegend von regionalen, saisonalen und Bio-Produkten ernährt.

  • Beispielhafte Emissionen für 1 Kilogramm Obst und Gemüse bei durchschnittlichen Preisen und verschiedenen Transportwegen:
    • Übersee per Flugzeug: ca. 11.000 g CO2e pro kg
    • Übersee per Schiff: ca. 570 g CO2e pro kg (-10.430/ 95 %)
    • Andere europäische Länder: ca. 460 g CO2e pro kg (-110/ 19 %)
    • Region: ca. 230 g CO2e pro kg (-230/ 50 %)
  • Kürzere Transportwege führen zu Emissionseinsparungen

Weitere positive Nebeneffekte: gesunde Ernährung kann zu weniger Krankheitstagen der Mitarbeiter*innen und geringeren Kosten für Unternehmen führen.

Praktische Schritte zur Umsetzung

  1. Definition von Verantwortlichen bzw. Abstimmung mit Küchen-/Catering-Personal und Einkauf
  2. Erfassung der aktuell vom Unternehmen eingekauften und angebotenen Lebensmittel
  3. Einbeziehung der Wünsche und Anforderungen seitens der Mitarbeitenden. Mitarbeitende informieren und aufklären, zum Beispiel in Form von Workshops oder Themen-Frühstücks
  4. Einführung von Richtlinien für nachhaltige Essensangebote (z. B. Festlegung von Kriterien für die Priorisierung von regionalen, saisonalen, fleischlosen Lebensmitteln)
  5. Evaluation der Zufriedenheit mit den neuen Angeboten und ggf. Anpassung der Richtlinien

Aufwand & Kosten

  • Zeitlicher, organisatorischer Aufwand für die Umstellung
  • Einholung von Angeboten, Abschließen von Lieferverträgen
  • Neuprogrammierung der Menüs/der Catering-Richtlinien
  • Mögliche Kostenreduktion bei vegetarischen/veganen Lebensmitteln

Hürden bei der Umsetzung

  • Erhöhte Kosten für vegetarische Caterings
  • geringere Anzahl von Angeboten nachhaltigerer Lebensmittel
  • Ablehnung der Mitarbeitenden
Tipp
kontinuierliche Sondierung des Marktes
Kommunikation der Vorteile (Emissionen und Gesundheit)
schrittweise Einführung von z. B. vegetarischen Tagen ohne Ankündigung und Beobachtung der Reaktionen